26.11.2018

Checkliste zur GEO-Blocking Verordnung für Webshop-Betreiber

Wir haben die 8 wichtigsten Punkte für Webshop-Betreiber in einer kostenlosen Checkliste zusammengestellt, die Sie aufgrund der Geo-Blocking Verordnung beachten sollten.
Am 03.12.2018 tritt die neue Geo-Blocking Verordnung für alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Kraft. Daher haben wir die wichtigsten Punkte für Webshop-Betreiber in einer kostenlosen Checkliste zusammengefasst.

Was bedeutet dies?

Ab dem 03.12.2018 ist jegliche Art des Geo-Blockings zu unterlassen. Dies bedeutet, dass allen Bürger der EU Zugang zum Erwerb von Waren- und Dienstleistungen gewährt werden muss, und es keine Form der Diskriminierung aufgrund von Staatsangehörigkeit, Wohnsitz oder Ort der Niederlassung geben darf.

Gleichsagend bedeutet dies nicht, dass alle Ländershops homogen zu führen sind. Die Verordnung versteht sich vielmehr auf die einheitliche Behandlung der Kunden innerhalb eines Shops und ist für alle Sprachvarianten eines Shops anzuwenden.

Für wen ist die neue Geo-Blocking Veordnung gültig?

Die Verordnung betrifft alle Online-Shops, deren Kunden Endkunden darstellen, unabhängig davon, ob es sich um einen b2c oder b2b-Shop handelt.

Welche Auswirkungen hat dies auf meinen Online-Shop?

An dieser Stelle möchten wir Sie ausschließlich über die wichtigsten Änderungen/ Empfehlungen informieren, welche Ihren Online-Shop betreffen werden. Dies sind Empfehlungen und ersetzen keine juristische Prüfung.
  

Verbot von Sperrungen oder Zugangsbeschränkungen
Kunden aus allen Mitgliedstaaten der EU muss der Zugriff auf den Online-Shop gewährt werden. Des Weiteren muss jedes Land innerhalb der EU als Rechnungsland zugelassen werden. 

Verbot der Weiterleitungen
Analog zu dem Verbot der Sperrungen sind auch automatische Weiterleitungen des Kunden auf eine andere Länderdomain zu unterlassen. Solche Weiterleitungen sind nur noch unter ausdrücklicher Zustimmung des Kunden erlaubt. 

Verbot der Anwendung unterschiedlicher Verkaufsbedingungen
Innerhalb eines Online-Shops ist es nicht mehr erlaubt, unterschiedliche Verkaufsbedingungen anzubieten. Dies betrifft in erster Linie die Preise, Zahlungs- und Lieferbedingungen. 

Auswirkungen auf das Liefergebiet
Die Verordnung hat keine Auswirkungen auf die Festlegung des Liefergebietes durch den Shopbetreiber. Der Shopbetreiber ist somit durch die VO nicht verpflichtet, seine Kunden europaweit zu beliefern. Des Weiteren muss er auch keine Möglichkeit zur Selbstabholung seiner Waren durch den Kunden bereitstellen.


Die Auswirkungen auf das Liefergebiet werden folgend anhand eines kurzen Beispiels erläutert:

Der Händler hat sein Liefergebiet in seinem Shop www.shop.de auf Deutschland begrenzt. Nehmen wir nun an, dass ein italienischer Kunde in diesem Shop einen Artikel bestellt und den Artikel nach Italien geliefert haben will.

Da das Liefergebiet auf Deutschland beschränkt ist, ist der Händler eben nicht verpflichtet den Artikel nach Italien zu liefern. Vielmehr muss der italienische Kunde eine Adresse innerhalb des Liefergebietes des Händlers angeben, und sich selbst um den Transport nach Italien kümmern.

Prüfen Sie Ihren Webshop mit unserer kostenlosen Checkliste